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Skiurlaub mit Kindern – blaue Piste oder schwarze Abfahrt?

Skiurlaubmitkindern

Skiurlaub mit Kindern … war in den letzten Jahren für mich unvorstellbar. Meine geliebten Ski blieben ganze fünf Jahre im Keller versteckt. Wir wohnen in München und bei guter Sicht können wir die Berge sehen – meine Sehnsucht wuchs und wuchs. Natürlich hätte ich mich aufraffen können und einen Tag ohne die Familie losziehen, aber nun ja, wie das eben so ist. 

Jetzt ist unser Sohn 3,5 Jahre und hat das erste Mal gefallen an diesem kalten weißen Zeug (Schnee) gefunden. Endlich Skiurlaub. Jede neue Art von Urlaub mit Kind ist für mich ein neues Abenteuer! Neue Erkenntnisse, neue Packsituation und das möchte ich mit Euch teilen. Hier also meine Erfahrungen und meine Erkenntnisse zum ersten Familien Skiurlaub für Euch zusammengefasst.

Mit der Planung von Urlaub kann ich sehr viel Zeit verbringen! Bereits jetzt beginnt das Gefühl, das ein neues Abenteuer bevorsteht. Unser Urlaub war ein voller Erfolg, gerade deshalb hoffe ich, dass ich den ein oder anderen ermutigen kann, die Ski aus dem Keller zu holen und auf die Piste zu bringen!

Welche Art von Skiurlaub mit Kindern soll es denn sein?

Wir haben lange überlegt, wie wir unseren Skiurlaub gestalten wollen und dabei sind wir für uns auf drei mögliche Varianten gestoßen:

  • Skiurlaub im Kinderhotel/Familienhotel
  • Skiurlaub als Cluburlaub (Robinson / Aldiana)
  • Skiurlaub in einem Appartement / Frühstückspension

Es gibt sicher noch viel mehr Möglichkeiten seinen Skiurlaub zu gestalten, aber das waren einfach unsere Favoriten.

Variante 1 – Der Skiurlaub im Kinderhotel

Es gibt viele und tolle Kinder- und Familienhotels und gerade in den Skigebieten tummeln sie sich regelrecht. Ich muss gestehen, ich bin eigentlich schon lange darauf aus, endlich mal in ein richtiges Kinderhotel zu fahren. Deshalb habe ich auf der Seite von Kinderhotels.com eine Anfrage an ca. 14 Hotels geschickt, die mir gefallen haben. Eine sehr praktische Möglichkeit, viele Hotels auf einmal anzufragen und eine gute Übersicht, was die jeweiligen Hotels bieten. Die Anfragen werden dann an die Hotels weitergeleitet und man bekommt von jedem Hotel ein individuelles Angebot. 

Wer im Urlaub Wert darauf legt, dass …

  • … eine tolle Kinderbetreuung stattfindet und das auch schon für die Kleinsten,
  • … man kulinarisch bestens versorgt ist,
  • … man bereits fast alle Kosten im Vorfeld kennt,
  • … eine Kinderskischule direkt am Hotel hat,
  • … es viele andere Kinder zum Spielen gibt,
  • … das Freizeitangebot weit mehr bietet, als Skifahren (Pool-Landschaft, Kinder-Wellness, Pony reiten etc.)

der wird fündig werden bei den vielen tollen Kinderhotels. Das ist allerdings nichts für den kleinen Geldbeutel. Im Durchschnitt hätten wir für eine Woche für zwei Erwachsene und ein Kind ca. 2.200 Euro bezahlt (zzgl. Skipass, etc.). Ich hätte mich für diese Variante trotzdem entschieden, wenn sich nicht Oma und Opa als freiwillige Babysitter Begleiter für den Urlaub angekündigt hätten.  Ich habe aber ein Kinderhotel Ende Februar zusammen mit einer Freundin und Ihrer dreijährigen Tochter gebucht (yippiyippiyeah!) und berichte dann unsere Erfahrungen im Anschluss.

Variante 2 – Skiurlaub im Club a la Robinson oder Aldiana

Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass wir Fans von gelegentlichem Cluburlaub sind. Das Niveau ist hoch, das Essen lecker, das Sportprogramm exzellent und die Kinderbetreuung hervorragend. Eigentlich sind alle Kosten mit der Buchung abgedeckt, meist ist sogar der Skipass und die Skischule inklusive. Ja – ich bin ein Fan und werfe immer mal wieder einen Blick bei Robinson oder Aldiana vorbei.

Für wen ist Cluburlaub im Winter ideal?

  • Für diejenigen, die sich um nichts kümmern möchten.
  • Für sportlich Ambitionierte, die auch auf gute Trainer und funktionales Equipment wert legen.
  • Für Kulinarik-Fans, die sich im Urlaub verwöhnen lassen wollen.
  • Für diejenigen, die keine Überraschungen erleben wollen.
  • Für jene, die im Urlaub gerne im Hotel bleiben.

Auch der Cluburlaub ist nichts für Sparfüchse, aber man bekommt hier immer gleichbleibend gute Qualität und weiß von vornherein worauf man sich einlässt. Es ist nicht ganz so Kinderwild wie in Kinderhotels, aber mein Sohn liebt Robby die Robbe und Flosse den Delphin über alles. In diesem Winter haben wir uns dagegen entschieden, aber im Sommer sehen wir uns sicher wieder – und schon erkling in meinen Ohren … der Robby mit der Sonnenbrille uhhlalal … 

Variante 3 – Skiurlaub im Appartement / Frühstückspension

Für uns ist diese Variante geworden, denn wir hatten Oma und Opa als nicht Skifahrer dabei und Tante und Onkel als Skifahrer. So wurde es neben dem ersten Skiurlaub auch ein echter Familienurlaub. Wichtig war mir, dass das Frühstück schon mit Angeboten wurde, denn ich freue mich, wenn ich einfach aufstehen kann vom Frühstückstisch. Viele Pensionen oder Residenzen haben mittlerweile einen kleinen Wellnessbereich und ein Spielzimmer, was den Aufenthalt mit Schwiegereltern und Kind für alle versüßt!

Wer fühlt sich in einem Appartement wohl?

  • Jeder, der sich nicht daran stört, dass es keine Reinigung oder Handtücher zwischendurch gibt.
  • Wer wert auf eigene Versorgungsmöglichkeiten legt und sich um sich selbst kümmern möchte.
  • Jeder dem Platz vor Komfort geht, denn die meisten Appartements sind zwar einfach eingerichtet, bieten dafür aber meist einen Wohn- und Schlafraum an.
  • Für jeden der keine festgelegten Essenszeiten will.
  • Für jeden den es nicht stört im Urlaub auch mal Einkaufen zu gehen oder auch mal abzuwaschen.

Appartements und Pensionen gibt für fast jeden Geldbeutel und man findet auch hier wirklich luxuriöse Möglichkeiten. Wir hatten ein 55 qm großes Appartement, mit Skibusanschluss, Frühstück, Sauna und Spielzimmer und haben für die Woche 750 Euro bezahlt. Für uns war es mit der ganzen Familie die ideale Lösung. Wären wir aber alleine gefahren, hätten wir uns für eine der ersten beiden Varianten entschieden. Hier konnte der kleine Mann auf dem Flur von Appartement zu Appartement flitzen und hatte an den abendlichen Jausen den größten Spaß.

Wie wähle ich das richtige Skigebiet aus?

Wer die Wahl hat, hat die Qual! Wir leben ja in München und somit ist die Anreise in ein Skigebiet nicht von all zu langer Dauer, deshalb war die Anreise kein Kriterium. Folgende Punkte waren bei der Auswahl des Skigebietes für uns von Interesse:

  • Skifahren für die ganze Familie – viele blaue Pisten, breite Pisten und auch ein bisschen Abwechslung für die besseren Fahrer unter uns.
  •  Südlich der Alpen, da wir somit auf besseres Wetter hofften und belohnt worden sind 🙂 – schön Wetter Skifahrer!
  • Kennt einer aus der Reisetruppe das Skigebiet? – dann kennt er auch die besten Hütten, die schönsten Abfahrten etc.
  • Abgetrennter Kinderbereich für die Allerkleinsten (Zauberteppich, erste Übungen ohne Pistentrubel)
  • eine gute Infrastruktur – Supermarkt, Apotheke, Restaurants etc. im Ort.

Dieses Mal viel unsere Entscheidung auf den Kronplatz (Plan de Corones), wir hatten tolles Wetter und eine liebevolle Skischule für unseren kleinen Mann.

Weitere Skigebiete die wir für die Zukunft ins Auge gefasst haben und mit Sicherheit bald ausprobiert werden sind:

Wir haben im Ort San Vigilio gewohnt, was einerseits super gepasst hat, aber  auch ein paar kleine Nachteile hatte, zumindest wenn man auch mit Nicht-Skifahrern unterwegs ist. Der Ski Kindergarten liegt innerhalb des Ortes und man läuft von der Talstation ca. 10 Minuten dorthin. Für uns war das super, da meine Schwiegereltern sich zur Verfügung gestellt hatten, den kleinen Mann abzuholen. Er konnte sich anfänglich ganz auf sich konzentrieren und das jenseits der Piste. Allerdings kann man von San Vigilio ohne Ski oder Auto nicht bis auf den Kronplatz, was etwas schade ist, denn so konnten wir uns nicht ein einziges mal zum Mittagessen oben am Berg treffen. Dafür war die Talabfahrt eine tolle blaue Piste, die unser Sohn nach vier Tagen Skikurs problemlos bewältigen konnte.

 

Welches Budget muss ich bei meinem Skiurlaub mit Kindern einplanen?

Skifahren gehört für mich durchaus zu den teuren Sportarten und ein ganzer Skiurlaub ist mit einigen Kosten verbunden. Jetzt haben wir nur ein Kind, mit dreien – Halleluja! Natürlich gilt auch hier, das man sparsam Urlauben kann und wer es luxuriös mag, dem sind nach oben wenig grenzen gesetzt.

Abhängig von der Art und Weise des Skiurlaubs, setzen sich die Kosten unterschiedlich zusammen. Ich würde sagen, wir haben uns im gehobenen Mittelfeld bewegt.

Kostenbeispiel: Eine Woche Skiurlaub für zwei Erwachsene und ein Kind (3):

Anreise eigener PKW (Sprit, Vignette, etc.)
ca. 100 Euro

Appartement mit Frühstück
750 Euro

Skipässe
500 Euro

Verpflegung außer Frühstück
400 Euro

Skischule für unseren Sohn (5 Tage)
140 Euro

Skischule Papa
240 Euro

Verleih Ski-Equipment und Ski Depot
180 Euro

Gesamtkosten
2.210 Euro

Hinzukommen einige Ausstattungen, die man so oder so benötigt – Skijacke/Jose, Skiunterwäsche, Helme, Brillen etc. Aber zu dem Equipment, mache ich nochmal einen Extrapost inkl. einer Packliste für den Familienurlaub im Schnee. Ich bin jedenfalls sehr stolz auf mich, denn ich habe dieses mal fast nichts zu viel mitgenommen 🙂

Unser Fazit

Für uns war es ein toller uns lohnenswerter Urlaub. Wir konnten unseren Sohn ein bisschen mitreißen, mit unserer Liebe zu den Bergen und dem Skisport. Der letzte Tag, als wir dann alle gemeinsam die Abfahrt von der Mittelstation ins Tal machten, hat uns mega Stolz gemacht und wir waren total froh über unsere Entscheidung, den Kleinen in die Skischule zu stecken.

Ich finde besonders schön, dass wir mit dem Skifahren etwas gefunden haben, was wir gemeinsam als Familie machen können. 

Gibt es für Euch Skigebiete oder Hotels die Ihr mir empfehlen könnt?

Viele Grüße

Eure Sabrina

Tags : FamilieontourSkifoanSkiurlaubWinterurlaub mit Kindern

3 Kommentare

  1. Ich kann seeeehr das Skigebiet Silvretta Montafon empfehlen!
    Super für Familien mit Kindern( Aktionen wie familienfreudliches Montafon auch in den Ferien!!!!!)- gut für den Familiengeldbeutel!
    Nichtskifahrer kommen problemlos auf den Berg-so dass gemeinsame Zeit auch auch dem Berg möglich ist!
    Wir fahren schon seit 12 Jahren hin!!!!
    Empfehlenswert!

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