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Cluburlaub auf Fuerteventura – ein Familienurlaub

Nachdem das letzte drittel des Jahres 2016 eigentlich nichts positives für uns übrig hatte und unser Schicksalsschlag uns völlig aus den Fugen geworfen hat, wollten wir unbedingt diesem grauen Winter entfliehen und unseren Seelen etwas Balsam gönnen. Wir brauchten Zeit für uns als Familie mit Sonne und Luft zum Atmen, wir wollten uns erholen von den Strapazen der letzten Monate und doch hatten wir nur 12 Tage Zeit dafür. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, dass wir einen Cluburlaub buchen.

Folgende Kriterien hatten wir uns vor der Urlaubssuche überlegt:

  • es sollte schon schön warm sein
  • ein separates Wohn-und Schlafzimmer
  • Kinderspielplatz und Pool
  • viele andere Kinder
  • leckeres und qualitativ hochwertiges Essen
  • nicht länger als 5 Stunden fliegen
  • nicht länger als ca. 1 Stunde Transfer Flughafen/Hotel
  • am Meer

Mit diesen Kriterien fing ich also an zu recherchieren und habe mich ziemlich schnell auf die Kanarischen Inseln festgelegt.

Allerdings gibt es sehr wenig freie Hotels, die ein separates Wohn-Schlafzimmer anbieten und unseren Kriterien entsprachen und so entschieden wir uns relativ schnell für den Robinson Club Esquinzo Playa auf Fuerteventura.

Der Flug dauert von München 4,5 Stunden, wir sind mit TUI Fly geflogen, es empfiehlt sich auf jeden Fall Essen online vorzubestellen, kostenfreies Essen oder Getränke (außer Wasser) gibt es auf den Flügen nicht mehr. Wenn man vorbestellt ist es günstiger und man wird als erstes bedient. So vergehen die 4,5 Stunden Flug einfach schneller und geschmeckt hat es vor allem unserem Sohnemann.

Unser Sohn ist 2,5 Jahre alt und wir fliegen immer mit einem Autositz, der für das Flugzeug zugelassen ist (unserer ist ein Kiddy Phoenixfix), um im Falle von Turbulenzen oder kleineren Unfällen, die bestmögliche Sicherung für unseren kleinen Mann zu gewährleisten. Ich habe dazu auch bereits einen Artikel zum Thema fliegen mit Kleinkind verbloggt.

Wir haben uns bei der Buchung für einen Tarif mit direkt Transfer entschieden, damit nach 4,5 Stunden Flug, die Busfahrt möglich kurz ist. Kann ich auch nur empfehlen, denn wenn erst noch 5 andere Häuser angefahren werden, zieht sich die Fahrt gerne zu bis 2 Stunden hin. Nach verschiedenen Testläufen habe ich für mich festgestellt, dass es am einfachsten ist, wenn man beim Anbieter direkt auf der Seite bucht (zumindest wenn man weiß, wo man hin will).
Angekommen in Fuerteventura ging es auch direkt mit dem Bus (auch hier haben wir unseren Kindersitz nutzen können) zum Hotel. Bei Robinson sind alle per Du und die Begrüßung viel erwartet freundlich aus. Unsere Koffer wurden  für uns auf das Zimmer gebracht, während wir die ersten Sonnenstrahlen genießen und Begrüßungssekt trinken – nun kann der Urlaub anfangen!

Das Zimmer
Wir haben uns bei der Buchung für ein Familienzimmer entschieden, einfach weil ein uns ein separater Wohn- und Schlafbereich wichtig ist, die Zimmer bieten auch einfach mehr Platz, so dass auch alle Autos und Puzzle und Kuscheltiere Ihren Raum gefunden haben. Schränke und Ablageflächen gibt es im Familienzimmer  genügend, so dass wir ohne Probleme unseren Krempel für 12 Tage verstauen konnten (wir gehören zu der Sorte lieber zu viel als zu wenig Klamotten). Ein Balkon hatte unser Zimmer auch allerdings blickten wir auf die Hotelanlage gegenüber. Ich hatte bei Robinson ein Kleinkindpaket angemeldet, dass bedeutet wir hatten Wickelauflagen, Windeleimer, Kinderbett, Babybadewanne und Töpfchen auf dem Zimmer und die Steckdosen waren alle mit Sicherungen versehen.

Die Zimmer sind 2016 renoviert wurden und waren daher völlig in Ordnung. Es gibt allerdings keine Klimaanlage oder Heizung – wir haben das aber auch nicht vermisst.

Das Badezimmer ist sehr groß und bietet viel Ablagefläche. Manko ist nur, dass das Bad nach dem Duschen schwimmt.

Die Anlage
Mir hat die Anlage sehr gut gefallen, es sind alles zwei stöckige Gebäude und man fühlt sich nicht in einen Bunker eingezwängt. Es gibt einen zentralen Bereich und die Zimmer liegen etwas abseits was ich persönlich gut finde, wenn man auf Ruhe wert legt, würde ich bewusst nach einem Zimmer fragen, dass weit hinten liegt. Der Kinderclub liegt quasi mitten in der Anlage, alle Wegen wurden so gestaltet, dass man mit dem Buggy wunderbar fahren kann und eigentlich alles gut erreichen kann. Die Aussicht ist himmlisch nur muss einen klar sein, dass man zum Strand einige Treppen runter und am Ende auch wieder hinauf laufen muss.

Für Kids
Nun ja, wir waren ja überhaupt keine Cluburlauber bevor wir Kinder hatten. Jetzt sind wir schon ein wenig Fan, denn für Kinder ist es einfach sensationell. Der Kinderclub bei Robinson heißt Robbyclub und ist auch mit Eltern jederzeit benutzbar.

  • Betreuungszeiten für Kinder ab 3 Jahre ist durchgängig von 10:00 -21.00 Uhr und für die Kleinen von 2-3 Jahre von 10.00-12:30 und von 15.00- 19:30 Uhr.
  • Das Programm der Super Minis findet ausschließlich auf dem Gelände des Kinderclubs statt (wenige ausnahmen gibt es).
  • Die Zugänge sind so gesichert, dass auch größere Kinder Hilfe benötigen, um den Kinderclub zu verlassen (naja so mit 10 schaffen sie es wohl auch ohne Hilfe…)
  • Im Kinderclub gibt es kindgerechte Toiletten und eine Wickelstation die mit Feuchttüchern und Windeln verschiedener Größe ausgestattet ist.
  • Die Robins sind gut geschult und machen Ihren Job ordentlich, allerdings hängt das ja auch immer ab welche Animateure da gerade vor Ort sind.

Wir haben den Club meistens gemeinsam mit unserem Sohn besucht, aber das Gelände ist einfach so toll.

Es gibt einen Matschspielplatz, eine Bobbycarbahn, ein Kletter und Sandbereich, einen Kleinkindbereich, einen Kuschelraum, jede menge Spielzeug und das allerbeste jede Menge andere Kinder.

Was uns am Kinderclub nicht so gut gefallen hat, dass bei den Super Minis das Personal innerhalb der zwei Wochen häufig gewechselt hat und somit keine wirkliche Vertrauensbindung zum Team entstanden ist.

Kinderdisco haben wir vieler Orts besser erlebt, aber das steht und fällt mit dem Talent der Animateure.

Was wir noch toll fänden, wenn es im Restaurant einen Bereich geben würde, wo die Kinder spielen können während wir noch unser Essen genießen können.

Das Essen

mmhh….. Einfach lecker und gut. Frühstück ist mein absoluter Hit, es fehlt nur frisch gepresster O-Saft. Abendbuffet von der Qualität einfach toll. Man kann eigentlich rund um die Uhr Essen und egal wo man findet immer was leckeres. Es gibt auch ein separates Kinderessen vor dem Mittag und Abendbuffet, hier gibt es auch Babybrei und ungesalzene Dinge. Wobei ich vom Kinderbuffet enttäuscht gewesen bin und ich es schade finde, dass es kein Kinderbuffet während der normalen Essenzeiten gibt.

Die Umgebung/Lage

Fuerteventura ist was es ist, wunderschöne Strände und ein Mondähnliche Landschaft, das ist so und bleibt wohl auch so. Wer also auf mondäne Stätte, historisches Kulturerbe verzichten kann und Strand, Sonne, Wellen erleben will wird hier fündig. Innerhalb der Touristenzentren gibt es Shoppingcenter, Restaurants etc. ansonsten ist es eher fad. Entweder es ist also sehr touristisch oder es gibt wirklich nicht viel. Der Robinson Esquinzo Playa liegt wunderschön oberhalb des langen Sandstrandes Esquinzo, bei Ebbe kann man gemütlich am Strand bis nach Jandia spazieren. In der Nähe gibt es einen Spar Supermarkt, wo man das nötigste einkaufen kann, ansonsten gibt es nicht viel drum herum außer ein paar andere Hotels.

Unser Fazit

Highlights im Robinson Club Fuerteventura Esquinzo Playa:

  • toller Kinderclubbereich mit liebevoll angelegten Spielmöglichkeiten
  • sehr gutes Essen trotz All Inklusive
  • sehr freundliches Personal
  • tolle Buddelsachen direkt am Strand zum ausleihen
  • windgeschützter Babypool

Nicht so toll fanden wir:

  • häufiger Wechsel der Animateure im Super Mini Club
  • langer Treppenweg zum Strand und am Strand keine Hoteleigene Bar o.ä.
  • Kinderdisco um 21.00 Uhr für uns zu spät
  • und die Gute Nacht Geschichten könnte man wirklich besser lesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

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